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  Coordination gegen BAYER-Gefahren - Protest gegen Todesstrafe
(26.Oktober, 1999)
 
  Wie wir berichtet hatten, war Gouverneur Ridge im Oktober in der BRD, u.a. auch beim Vorstand der Bayer AG. Dazu erreichte uns eine Presseinformation der Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (26.10.)

Vertreter der Coordination gegen BAYER-Gefahren äußerten scharfe Kritik an dem Treffen des amerikanischen Gouverneurs Thomas Ridge mit dem Vorstand des Bayer-Konzerns in Leverkusen. Ridge ist Gouverneur von Pennsylvania und verantwortlich für die Vollstreckung des Todesurteils gegen den Journalisten Mumia Abu-Jamal, das weltweit kritisiert wird. Der Politiker besuchte auf einer Deutschlandreise die Unternehmen Siemens, DaimlerChrysler und Bayer. Abu-Jamals Fall gilt seit der Veröffentlichung des Buches „Live aus der Todeszelle“ weltweit als Symbol im Kampf gegen die Todesstrafe.
Philipp Mimkes, Geschäftsführer der CBG: „Das Treffen mit Thomas Ridge ist ein verheerendes Signal. Mit einem Politiker, der sich mit der Ermordung von Häftlingen profilieren möchte, darf es keine Zusammenarbeit geben. Der Bayer-Konzern sollte seinen großen Einfluss stattdessen für die Erhaltung der Menschenrechte einsetzen.“ Der Bayer-Vorstand hält seit Jahren engen Kontakt zur Regierung von Pennsylvania, da sich die US-Zentrale des Konzerns in diesem Bundesstaat befindet.
Abu-Jamal ist ehemaliger Aktivist der Black Panther Bewegung und machte sich mit Reportagen über Probleme von Randgruppen einen Namen. Ihm wird ein Polizistenmord angelastet, obwohl hierfür weder Zeugenaussagen noch Indizien sprechen. Zahlreiche Verfahrensfehler machten den Prozess zur Farce: Der zuständige Richter machte wiederholt rassistische Äußerungen und schloss Abu-Jamal von dem Verfahren aus. Der staatliche Pflichtverteidiger versicherte, kein Interesse an dem Fall zu haben. Trotzdem setzte Gouverneur Ridge den Hinrichtungstermin auf den 2. Dezember fest.

Vertreter der Coordination gegen BAYER-Gefahren reisen im November nach Pittsburgh und werden vor Ort gegen die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal und gegen die Zusammenarbeit von Thomas Ridge mit deutschen Unternehmen protestieren.
 
Vorabdruck aus dem Angehörigen Info Nr. 227 vom 29.11.1999
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